Projekt Weißstorch in Lieme


Rechtzeitig vor der Rückkehr der meisten Zugvögel aus den Winterquartieren in ihre Brutgebiete wurde in Lieme ein neuer Horst für den Weißstorch aufgestellt. Außer den Kranichen und Gänsen, die im März lautstark am Himmel wahrgenommen werden, kommen auch die Singvögel, Greife und Störche jetzt wieder zurück. Durch die guten Bruterfolge der letzten Jahre herrscht Wohnungsnot bei den Weißstörchen und die ange- botenen künstlichen Nisthilfen werden auch in OWL gerne angenommen.

 

Im Bereich Lieme stehen mit dem Natur-  und Landschafts-schutzgebiet "Begatal" und im angrenzenden "Hardisser Moor" ausreichend Flächen für die Nahrungssuche zur Verfügung. Aus diesem Grunde rasteten und überwinterten - teilweise auf Straßenlaternen - im Gemeindegebiet in den vergangenen Jahren immer wieder Weißstörche. Die Idee zum Projekt, deshalb eine künstliche Nisthilfe anzubieten, wurde geboren, als ein junger Weißstorch wiederholt auf dem Dach vom Jugendtreff der Kirchengemeinde Lieme balzte.

 

In bewährter guter Zusammenarbeit der Jäger, Landwirte und Naturschützer vor Ort, wurde der 12 m hohe Kunsthorst schnell geplant. Mit den Sach- und Geldspenden einiger Lemgoer Firmen, der Kreisjägerschaft Lippe und der Jagdgenossenschaft Lieme konnte das erforderliche Material beschafft werden. Durch das handwerkliche Geschick der vielen helfenden Hände war der Kunsthorst schnell gebaut.

 

Die Kirchengemeinde Lieme hat im Bereich der Auenlandschaft zwischen Bega und Ilse eine ruhig gelegene Fläche zur Verfügung gestellt. Alle gemeinsam haben dann die schwere Horststange inkl. Nistkorb mit Hilfe von Geräten und Traktoren ortsansässiger Landwirte aufgestellt.

 

Jetzt warten alle Helfer und Spender gemeinsam mit den Liemer Bürgern auf das erste brutwillige Storchenpaar; aber das kann bei einem neuen Horst durchaus drei bis vier Jahre dauern.